Samstag, 21.07.2018

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ENNI Energie & Umwelt Niederrhein
Bernd Kamradt
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Unsere Wasserstrategie

Durchaus stolz blicken wir auf unsere so genannte Wasserstrategie. Nach gut einem Jahrzehnt der Vorbereitung ist es uns hierdurch mittlerweile gelungen, uns vollkommen vom Wasserzukauf zu lösen. Heutzutage decken wir unseren gesamten Wasserbedarf ausschließlich aus eigenen Brunnen. 

Dazu ein kurzer Blick zurück: Seit Anfang der neunziger Jahre setzten wir uns unablässig für eine Erweiterung der so genannten Wasserförderrechte ein. Ziel: Wir wollten die eigenen, qualitativ hervorragenden Wasserressourcen stärker nutzen und so in der Wassersparte noch unabhängiger werden. Die Chancen dazu stiegen seit 1996 stetig. Gutachten belegten, dass sich durch den Untertageabbau der hiesigen Bergwerke die Grundwasserströme veränderten. Damit dadurch nicht große Landstriche überflutet wurden, musste die zuständige Linksniederrheinische Entwässerungsgenossenschaft (LINEG) den Grundwasserpegel regulieren. Die anfallenden Wassermengen erhöhten das nutzbare Wasservorkommen in unseren Moerser und Neukirchen-Vluyner Fördergebieten. Es folgte ein aufwändiges Genehmigungsverfahren. Ergebnis: Die zuständige Bezirksregierung Düsseldorf bewilligte uns im Spätsommer 2003, in beiden Städten deutlich mehr Trinkwasser zu fördern.                       

Von diesem Tage an war Eile geboten, da Ende Juni 2004 der bestehende Wasserbezugsvertrag mit unserem bis dato Hauptlieferanten auslief. Mit dem Spatenstich am 1. September 2003 begann der Bau einer 9,9 Kilometer langen Wassertransportleitung vom Wasserwerk Niep-Süsselheide zum Wasserwerk an der Wittfeldstraße in Moers.  

Gleichzeitig bauten wir das Neukirchen-Vluyner Wasserwerk in Niep-Süsselheide aus. Hier entstanden zusätzliche Vertikal-Brunnen und eine zusätzliche  Wasser-Aufbereitungsanlage. Die hilft, die im Nieper Grundwasser natürlich gegebenen hohen Eisen- und Manganwerte zu senken. In unseren Moerser Wassergewinnungsgebieten mussten wir nur wenig verändern. Der 1979 gebaute Horizontalfilterbrunnen im Wasserwerk Vinn II war bereits auf größere Kapazitäten ausgelegt. Lediglich eine neue Pumpe reichte für die neue Fördermenge aus. ENNI kann heute allein dort 3,4 Millionen Kubikmeter Trinkwasser fördern. Die fehlenden 600.000 Kubikmeter fördern wir im Wasserwerk am historischen Vinner Wasserturm.