Abfallsammeltag

Nach der coronabedingten Zwangspause im vergangenen Jahr, fand in 2022 wieder der alljährliche Abfallsammeltag in Moers statt. Am 12. März 2022 sammelten kleine Gruppen bestehend aus Familien und Nachbarschafts­gemeinschaften unzählige Zigarettenkippen, Verpackungen und sonstige Abfälle ein.

Mehr als 800 freiwillige Helfer

Autoreifen, Elektrogeräte oder auch ein alter Kindersitz: „Es waren wieder einmal die üblichen Verdächtigen, die die freiwilligen Helferinnen und Helfer aus der Umwelt geholt haben“, erklärt Abfall-Expertin Claudia Jaeckel, die den Abfallsammeltag für die ENNI Stadt & Service Niederrhein (Enni) organisiert hat. Daneben waren es unzählige Zigarettenkippen, Verpackungen und sonstige Abfälle, die in den Müllsäcken der rund 800 Freiwilligen landeten. Rund fünf Tonnen waren es insgesamt. Jaeckel: „Unter dem Sammelgut waren auch zahlreiche medizinische Schutzmasken.“ So habe die Corona-Pandemie den Abfall-Sammeltag in diesem Jahr mitgeprägt. Auch in puncto der Anzahl der Freiwilligen, die vor Corona um rund 200 Personen größer war. Jaeckel: „Wir hatten allerdings bewusst die Schulen, Kindergärten und Vereine nicht aktiv angesprochen.“ Immerhin galten an dem Aktionstag nach wie vor Abstandsregeln für den Pandemieschutz. Daher resümiert auch Enni-Vorstand Lutz Hormes: „Wir sind mit der Teilnehmerzahl sehr zufrieden.“

Wilder Müll ist nach wie vor ein großes Problem in Moers. Er verschandelt nicht nur die Umwelt, sondern verursacht ebenso hohe Kosten durch die aufwändige Entsorgung. Und: „Den Großteil des wilden Mülls wie Sperrmüll oder Elektrogeräte können Moerserinnen und Moerser kostenfrei am Kreislaufwirtschaftshof abgeben. So kann vieles recycelt werden, sodass am Ende die Umwelt doppelt profitiert“, erklärt Jaeckel. Wer Müll hingegen wild entsorgt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss auf der Hut sein. Denn lassen sich aus dem wilden Müll Rückschlüsse auf den Verursacher ziehen, wird dieser mit einer entsprechenden Strafe zur Rechenschaft gezogen.

Umso erfreulicher ist es, dass der Abfallsammeltag, der im Rahmen der Initiative „Sauberes Moers“ stattfindet, trotz Corona-Pause im Vorjahr einen festen Platz im Terminkalender vieler Moerserinnen und Moerser hat. Unabhängig davon, wie viel Müll sie gesammelt haben, haben sie ein deutliches Statement für eine saubere Stadt gesetzt. Jaeckel: „Dafür sind wir allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr dankbar.

  • Aktionstag jedes Jahr im März
  • mehr als 1.000 freiwillige Helfer
  • über das ganze Stadtgebiet verteilt
  • Einzelperson & Kleingruppen

Schnelle Antworten auf häufige Fragen

Kann ich mir mein Sammelgebiet selbst aussuchen?

Kann ich mir mein Sammelgebiet selbst aussuchen?

Ja, jeder Helfer oder jede Gruppe kann sich ihr Sammelgebiet selbst aussuchen. Ihr Gebiet geben Sie bei der Anmeldung an. 

Woher bekomme ich Handschuhe und Säcke?

Woher bekomme ich Handschuhe und Säcke?

Alle, die beim Abfallsammeltag mit anpacken, erhalten benötigte Hilfsmittel – Handschuhe und Säcke – von Enni. Wir setzen uns nach der Anmeldung mit jedem Helfer in Verbindung und stimmen die Ausgabe der Hilfsmittel, den Sammelort und die Abholung der gesammelten Abfälle ab.

Wer holt den gesammelten Abfall ab?

Wer holt den gesammelten Abfall ab?

Nach getaner Arbeit holt die Enni alle Abfallsäcke an einem zuvor mit jeder Gruppe vereinbarten Ort ab. 

Wo muss ich mich anmelden?

Wo muss ich mich anmelden?

Wer helfen will, meldet sich bei Claudia Jaeckel an. Dies geht per Online-Formular.

Kann unsere Gruppe auch an einem anderen Tag Abfall sammeln?

Kann unsere Gruppe auch an einem anderen Tag Abfall sammeln?

Wenn es Ihnen aus organisatorischen Gründen besser passt, kann Ihre Gruppe gerne auch kurz vor oder nach dem Abfallsammeltag sammeln. Auch in diesem Fall sollten Sie Ihre Gruppe in jedem Fall anmelden. 

Wie viel Abfall kommt bei der Aktion zusammen?

Wie viel Abfall kommt bei der Aktion zusammen?

Insgesamt sammeln die Helfer bei der Aktion jedes Jahr rund zehn Tonnen Abfall ein. Dabei ist jedoch nicht die Menge entscheidend, die dabei zusammenkommt. Vielmehr geht es darum, gemeinsam ein Zeichen zu setzen und alle Moerser für das Thema zu sensibilisieren. 

Fragen? Kontaktieren Sie uns.

Claudia JaeckelTelefon: 02841 104-704E-Mail schreiben