Sonntag, 22.07.2018

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ENNI Energie & Umwelt Niederrhein
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FAQ's

WARUM GIBT ES DIE DIGITALISIERUNG DER MESSTECHNIK?

Mit der Energiewende gelangt immer mehr regenerativ erzeugter Strom von immer mehr dezentralen Erzeugern in das deutsche Stromnetz. Damit der Ökostrom bestmöglich genutzt werden kann, brauchen die Netzbetreiber Informationen darüber, wo wie viel Strom erzeugt und wo wie viel Strom gebraucht wird. Ein wichtiger Baustein dafür sind die digitalen Messsysteme.

 

IST DER DIGITALE ZÄHLER PFLICHT?

Ja, jeder deutsche Haushalt muss laut Gesetzgeber bis 2032 eine moderne Messeinrichtung bekommen. Ab 2018 beginnt auch ENNI in ihrem Netzgebiet schrittweise mit dem Einbau der neuen digitalen Zählergeneration. Sie baut dabei vornehmlich dort, wo alte Stromzähler ohnehin gewechselt werden müssen, neue, digitale Zähler ein.

 

WELCHEN VORTEIL HAT EIN DIGITALER ZÄHLER?

Digitale Zähler machen den Stromverbrauch für Kunden besser nachvollziehbar. Denn sie liefern mehr und detailliertere Informationen darüber, wie viel Strom Kunden täglich, wöchentlich, monatlich oder jährlich verbrauchen. Damit helfen die neuen Zähler Kunden auch, Energie noch bewusster einzusetzen. Das hilft Kunden, Energie und somit Geld zu sparen. Gut zu wissen: Beim Einbau des neuen Stromzählers erhalten alle Kunden der ENNI eine kurze Bedienungsanleitung. Darin sind die wichtigsten Funktionen des digitalen Zählers erklärt.

 

WAS IST DER UNTERSCHIED ZWISCHEN EINER MODERNEN MESSEINRICHTUNG UND EINEM INTELLIGENTEN MESSSYSTEM?

Eine „moderne Messeinrichtung“ ist ein digitaler Stromzähler. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Ferraris-Zählern, die mechanisch mit einer magnetisch angetriebenen Drehscheibe funktionieren, arbeiten die neuen digitalen Zähler nur noch mithilfe elektronischer Impulse. Ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) ist ebenfalls ein digitaler Stromzähler. Allerdings wird dieser um ein Kommunikationsmodul (Smart Meter-Gateway) ergänzt. Durch das Kommunikationsmodul, eine Datenschnittstelle, sendet ein Smart Meter Informationen und kann sie zukünftig auch empfangen. Dabei gelten strenge Datenschutzbestimmungen für die Kommunikationsmodule, die zum Beispiel noch strikter gefasst sind als die für das Online-Banking. Diese Daten stehen Kunden zukünftig über eine Onlineplattform zur Verfügung und darüber hinaus nur den per Gesetz berechtigten Marktteilnehmern. Die zuvor genannte moderne Messeinrichtung misst den Stromverbrauch und speichert Verbrauchsdaten vor Ort. Daten senden oder empfangen kann sie nicht.

 

WAS KOSTET DER DIGITALE ZÄHLER AN GEBÜHR?

Der Zählereinbau ist kostenlos. Aber: Da der betrieb aufwändiger ist, sind die sogenannten „Entgelte für den Messstellenbetrieb“, also die Gebühr für digitale Zähler, höher als bei den alten analogen Stromzählern. Allerdings gibt es für die einzelnen Verbrauchsgruppen gesetzlich vorgeschriebene Preisobergrenzen. Mehr darf also ein grundzuständiger Messstellenbetreiber nicht berechnen. Hier finden Sie die Preise für die einzelnen Nutzergruppen.

 

WER BEKOMMT EINE MODERNE MESSEINRICHTUNG UND WER EIN INTELLIGENTES MESSSYSTEM?

Das hängt zunächst davon ab, wie viel Strom Kunden verbrauchen oder einspeisen. Grob gesagt: Kunden, die mehr als 6.000 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen, bekommen sobald verfügbar ein intelligentes Messsystem mit Kommunikationsmodul. Kunden, die weniger als 6.000 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen, erhalten ab 2018 eine moderne Messeinrichtung.

 

WER KÜMMERT SICH UM DIE DIGITALEN ZÄHLER UND DIE ABLESUNG?

Für die neuen Aufgaben hat der Gesetzgeber einen neuen Marktpartner vorgesehen, den Messstellenbetreiber. Der sogenannte grundzuständige Messstellenbetreiber ist in der Regel der Netzbetreiber vor Ort. Er kümmert sich um das Zählerwesen, also um Ablesung und Abrechnung, sowie um den Ein- und Ausbau der neuen modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsysteme. Der grundzuständige Messstellenbetreiber für Moers und Neukirchen-Vluyn ist die Westnetz GmbH. Die ENNI Energie & Umwelt Niederrhein GmbH, übernimmt als Servicepartner im Auftrag der Westnetz GmbH die Zählermontage und die Zählerablesung.

 

WER STELLT DIE RECHNUNG FÜR DEN MESSSTELLENBETRIEB?

Grundsätzlich stellt der Messstellenbetreiber die Rechnung an den Kunden. Erlaubt ist aber auch die Abrechnung über den Stromlieferanten. Daher erhalten Kunden entweder direkt vom Messstellenbetreiber eine Rechnung über die Gebühr für den Messstellenbetrieb oder der Stromlieferant des Kunden nimmt den Posten „Messstellenbetrieb“ mit in seine Verbrauchsrechnung auf. Das ist abhängig von den Absprachen zwischen Stromlieferanten und Messstellenbetreibern.

 

KANN SICH JEDER KUNDE EINEN MESSSTELLENBETREIBER SEINER WAHL AUSSUCHEN?

Ja, das Messstellenbetriebsgesetz schreibt vor, dass jeder Kunde seinen Messstellenbetreiber frei wählen kann.