Mittwoch, 19.09.2018

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Nachtabschaltung

Der Rat der Stadt Moers hat im Zuge der Haushaltssicherungsmaßnahmen entschieden: montags bis freitags müssen wir die Straßenbeleuchtung zwischen 1 Uhr und 3.30 Uhr ausschalten. Das spart dauerhaft Kosten und verringert den CO²-Ausstoß, um einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. 125.000 Euro pro Jahr kann die Stadt durch diese Aktion einsparen.

In einigen Ortsteilen ist die Straßenbeleuchtung in dieser Zeit bereits abgeschaltet. Die nächsten stehen in folgenden Stadtteilen und an folgenden Terminen an:

Datum Ortsteile
09.03.2015 Holderberg, Schwafheim, Vennikel

FAQ zur Nachtabschaltung

Warum gibt es die Nachtabschaltung?

Der Rat der Stadt Moers hatte 2012 die Stadtverwaltung beauftragt, vor dem Hintergrund des Nothaushaltes alle Einsparpotenziale aufzuzeigen. Ein konkreter Vorschlag aus der Politik war, die Beleuchtung nachts abzuschalten. Die Verwaltung hat zuvor verschiedene Möglichkeiten geprüft. Dazu gehörten beispielsweise der Einsatz energiesparender Leuchtmittel, das Dimmen von Straßenbeleuchtung, das Abschalten jeder zweiten Leuchte oder die Beleuchtung später einzuschalten und früher auszuschalten. Das Ergebnis war, dass die zeitweise Nachtabschaltung das wirtschaftlichste Mittel ist, um kurzfristig Stromkosten zu sparen. Gleichzeitig ist es umweltfreundlich. Da die öffentliche Diskussion gezeigt hat, dass es immer wieder zu Missverständnissen bei diesem Thema kommt, haben wir einige der wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt.

Ab wann soll die Nachtabschaltung starten?

Bereits im September 2014 schaltete die Stadt Moers die ersten Bezirke ab. Bis März 2015 soll die flächendeckende Abschaltung in Moers erfolgt sein. Die Abschaltung erfolgt von Nord nach Süd. 

An welchen Tagen und zu welchen Uhrzeiten wird die Straßenbeleuchtung ausgeschaltet?

Die Straßenbeleuchtung schalten wir im Auftrag der Stadt Moers von montags bis freitags zwischen 1 und 3.30 Uhr ab. An Wochenenden und Feiertagen bleibt die Straßenbeleuchtung komplett in Betrieb.

Wird die gesamte Beleuchtung ausgeschaltet?

Nein. Fußgängerüberwege und Gefahrenstellen beleuchten wir weiterhin.

Ist es möglich, dass durch die Nachtabschaltung eine Verschlechterung der Verkehrssicherheit zustande kommt?

Nein! Es ist separat geprüft worden, ob die nächtliche Abschaltung der Straßenbeleuchtung zu einer Verschlechterung der Verkehrssicherheit führt. Dabei standen neben der Sicherstellung der Verkehrssicherheitspflicht besondere Gefahrenpunkte und Angsträume im Mittelpunkt der Prüfung.

Werden Unfallhäufungsstellen zur Sicherheit beleuchtet bleiben?

Die Unfallhäufungsstellen der letzten fünf Jahre wurden dahingehend geprüft, ob schlechte Sichtbeziehungen oder die Übersichtlichkeit ein auschlaggebendes Kriterium waren. Wenn dies der Fall ist, bleibt die Straßenbeleuchtung -sofern vorhanden- durchgängig angeschaltet.

Bleiben abgeschaltete Lichtsignalanlagen nachts unbeleuchtet?

An den Lichtsignalanlagen (LSA), die bereits nachts abgeschaltet sind, bleibt die Straßenbeleuchtung durchgängig an. Auch LSA, die aufgrund der Lage erst spät gesehen werden können, bleiben durchgängig beleuchtet. An allen anderen LSA wird nachts die Straßenbeleuchtung abgestellt.

Wie sind besondere Verkehrsräume, wie Bahnübergänge oder Fußgängerzonen beleuchtet?

  • Bahnübergänge, die durch Personen- oder Güterverkehr in Regelbetrieb genutzt werden, bleiben durchgängig beleuchtet. Sie sollen frühzeitig für Fahrzeugführer sichtbar sein.
  • Bahnunterführungen werden von der Mehrheit als Angstraum empfunden und stellen oft eine Engstelle im Verkehrsnetz dar. Daher bleiben diese durchgängig erleuchtet.
  • Angsträume, die als solche im Stadtgebiet bekannt sind wie der Bahnhofsbereich oder der Königliche Hof, bleiben durchgängig beleuchtet.
  • Feuerwachen benötigen im Prinzip keine besondere Straßenbeleuchtung. Je nach Lage im Straßenraum, kann eine durchgängige Beleuchtung notwendig sein.
  • Krankenhäuser sind durchgängig beleuchtet. Eine Straßenbeleuchtung ist daher nicht erforderlich.
  • Fußgängerzonen verfügen über eine Vielzahl von Hindernissen (Pflanzkübel, Sitzbänke) sowie Treppen und Rampen. Bei einer nächtlichen Überprüfung (ca. 2.30 Uhr) konnte festgestellt werden, dass sehr viele Geschäfte durchgängig beleuchtet werden. Eine durchgängige Straßenbeleuchtung ist aus verkehrlicher Sicht nur in besonderen Gefahrenbereichen (Sturzgefahr an Treppen u.ä.) notwendig.
  • Kreisverkehre sind bei Dunkelheit oft erst spät als solche zu erkennen und stellen zusätzlich Orientierungspunkte dar. Daher sind diese durchgängig zu beleuchten.

Wie kann ich mich an Orten ohne Straßenbeleuchtung und Merkzeichen orientieren?

Bei Orten von besonderer verkehrlicher Bedeutung oder Straßenverläufen ohne besondere Merkzeichen wie Kreisverkehren, LSA oder ähnlichem, kann es notwendig sein, Orientierungspunkte zu beleuchten (z.B. Bahnhof Moers, Markt Repelen).

Können Fußgänger Fußgängerüberwege/ Zebrastreifen trotz Nachtabschaltung sicher nutzen?

Fußgängerüberwege beleuchten wir durchgängig.

Bleiben auch Bushaltestellen im Dunkeln?

Die Bushaltestellen, die bereits heute beleuchtet werden und nachts um 2:30 Uhr noch bedient werden, beleuchten wir durchgängig. (Wartehallen bzw. Straßenlaternen).

Welche Örtlichkeiten bleiben beleuchtet?

Alle beleuchteten Unfallhäufungspunkte, LSA’s, Verkehrsräume und Orientierungspunkte, Fußgängerüberwege und Haltestellen können Sie hier einsehen.

 

Was müssen Autofahrer beachten?

Es gibt eine genormte Markierung an den Leuchten, die nachts abgeschaltet werden. Hier muss der Fahrzeughalter bzw. die Fahrzeughalterin sein Fahrzeug für andere Verkehrsteilnehmende kenntlich machen. Dies geschieht durch das Einschalten des Parklichts.

Das Zeichen kennzeichnet innerhalb geschlossener Ortschaften Laternen, die nicht die ganze Nacht leuchten.

Wie stark belastet das Parklicht die Autobatterie?

Kaum. Bei den heutigen Batterien kommt es in der Regel nicht zu Problemen, da der Verbrauch des Parklichts sehr gering ist.

Wie teuer ist der Umbau, und wie hoch ist die Einsparung?

Die Kosten für die Installation der Nachtabschaltung betragen rund 180.000 Euro (einmalig). Die Einsparung von Stromkosten beläuft sich pro Jahr auf rund 125.000 Euro.

Welche Effekte hat die Nachtabschaltung für den Klimaschutz?

Der CO2-Ausstoß wird um ca. 600 Tonnen pro Jahr verringert.

Haben Städte mit Nachtabschaltung negative Erfahrungen gemacht?

Sowohl bei der Verkehrssicherheit als auch beim Kriminalitätsaufkommen hat es bei Städten, die nachts zeitweise die Straßenbeleuchtung ausschalten (zum Beispiel Meerbusch oder Rheine), keine Auswirkungen gegeben.

Warum kann man nicht nur jede 2. Straßenbeleuchtung ausschalten oder in bestimmten Bereichen auf eine Abschaltung verzichten?

Da sich dadurch ein schneller Wechsel von Helligkeit und Dunkelheit ergibt, müssen sich die Augen ständig auf den Lichtwechsel einstellen und können dann trotz Fahrlicht plötzlich auftauchende Hindernisse nicht mehr erkennen. Dies beeinträchtigt die Verkehrssicherheit. Außerdem ist die Maßnahme nicht wirtschaftlich, da die Umbaukosten hoch und der Einspareffekt vergleichsweise niedrig ist.

Warum ist das Dimmen der Beleuchtung keine Alternative?

Dies funktioniert nur mit gleichen Leuchten im Netz. Leuchtstofflampen sind deutlich schlechter zu dimmen als LED-Leuchten, Natriumdampfleuchtmittel oder Energiesparlampen. Alle vier Leuchtmittel sind in Moers im Einsatz.

Wie wird die Abschaltung technisch umgesetzt?

Über einen Zentralrechner steuern wir die Beleuchtung.

Erzielt man die Einsparungen nicht auch durch den flächendeckenden Einsatz von LED?

LED-Umrüstung plus Nachtabschaltung spart langfristig den meisten Strom. Eine komplette Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED würde der Stadt Moers allerdings etwa drei Millionen Euro kosten. Deshalb wird die Beleuchtung sukzessive umgerüstet. 

Kann ich als Moerser Bürger die Beleuchtungskosten einzelner Straßenlaternen sponsern?

Der Ansatz eines Sponsorings der Moerser Straßenbeleuchtung durch Anwohner scheint zunächst interessant. So vielversprechend er aber auch klingt, er ist aus Kostengründen und aufgrund gesetzlicher Vorgaben auch in Moers nicht umsetzbar.

Ein Zuschaltung einzelner Straßenlaternen wäre technisch sicher möglich, aufgrund der Gegebenheiten in den Moerser Straßen in den meisten Fällen aber nur mit sehr großem personellen und materiellen Aufwand und teils umfassenden Erdarbeiten umsetzbar. Zudem würde ein solches Angebot mit einem enormen Verwaltungsaufwand einhergehen. Und das würde den zu erzielenden Einspareffekt konterkarieren.

Ein K.o.-Kriterium ist für diesen Ansatz aber vor allem die Gesetzeslage, die lichttechnische Anforderungen in der DIN EN 13201 regelt. Diese gilt in 28 europäischen Staaten. Hiernach sind durch das Ab- und Zuschalten einzelner Laternen entstehende sogenannte Tarnzonen aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht zu vermeiden.