Freitag, 19.10.2018

Geschichte zum Friedhof Kapellen

In früheren Zeiten war es Sitte, die Toten in nächster Nähe der Kirche zu begraben. Daher rührt der Name „Kirchhof“. Bei der ständig zunehmenden Bevölkerung der Gemeinden wurden jedoch diese Kirchhöfe häufig zu klein. Auch die Gemeinde Kapellen war gezwungen, einen anderen Ort für die Verstorbenen zu suchen. So beschloss der Gemeinderat im März 1836, den Kirchhof zu „verlegen“.

Das Grundstück für den neuen Friedhof erwarb die Gemeinde von Friedrich Tervoort. Im Herbst 1838 wurde mit seiner Errichtung begonnen und gleichzeitig eine Baumschule auf dem Gelände angelegt. Heute geben viele Grabstätten und außergewöhnliche Grabsteine alter Kapellener Familien Auskunft über die Geschichte des Ortes. So findet der Besucher dort auch das Grab des 1924 verstorbenen Moerser Heimatforschers und Begründers des Grafschafter Heimatmuseums Dr. Hermann Boschheidgen.
Als Opfer des 2. Weltkrieges sind 28 Verstorbene tschechischer, russischer und deutscher Nationalität auf dem Friedhof Kapellen bestattet.