Samstag, 22.09.2018

Abfallsammeltag 2013

Sonne lachte für engagierte Bürger beim 7. Abfallsammeltag

Die Moerser Bürger haben dem wilden „Müll“ in der Stadt den Kampf angesagt. Zigarettenkippen, leere Verpackungen und Getränkedosen – davon haben sie die Nase voll. Deshalb haben am Samstag wieder rund 1000 Moerser beim bereits 7. Abfallsammeltag der Städte Moers, Neukirchen-Vluyn und Kamp-Lintfort mit angepackt. „Einen neuen Teilnehmerrekord hat sicher nur das kalte Wetter der letzten Woche verhindert“, erklärt Claudia Jaeckel, bei der ENNI Stadt & Service (ENNI) für die Organisation des Abfallsammeltages zuständig. Die Abfallexpertin verzeichnet beim Abfallsammeltag seit dem Aktionsstart 2007 einen stetig steigenden Trend zu bürgerschaftlichem Engagement.

Die gekommen waren, packten dann entgegen aller Prognosen am Samstag bei Sonnenschein und Temperaturen über Null an. In fast allen Moerser Stadtteilen waren Gruppen unterwegs. Neben Schulklassen, Vereinen, Nachbargemeinschaften und Familien räumte im Scherpenberger Wäldchen eine ganz besondere Gruppe auf: Wie im Vorjahr hatte der ENNI-Kids-Club seine Mitglieder mobilisiert, die aus ganz Moers zusammenkamen. „Ich freue mich besonders, dass sich so viele junge Kinder gemeinsam mit ihren Eltern engagieren“, betonte Bürgermeister Norbert Ballhaus, der wie seit Jahren auch 2013 selbst zu Arbeitshandschuhen und Müllbeuteln griff. Das Stadtoberhaupt musste in diesem Jahr allerdings erstmals ohne familiäre Verstärkung anpacken, da sein Nachwuchs krankheitsbedingt passen musste. Dennoch freute er sich: „Man kann schließlich gar nicht früh genug damit beginnen, das Bewusstsein für die Umwelt auch bei den kleinen Moersern zu schärfen. Bei mir hat der Abfallsammeltag jedenfalls Jahr für Jahr einen festen Platz im Terminkalender, weil er ökologische Interessen mit der Stärkung des Gemeinschaftsgefühls der Bürger vereint und einem besseren Stadtbild dient.“

Wie für Ballhaus ist auch für Claudia Jaeckel der 2007 ins Leben gerufene, städteübergreifende Sammeltag eine Herzensangelegenheit. „Vor vier Jahren haben wir unsere Initiative ,Sauberes Moers’ gegründet, mit der wir gegen Umweltsünden ankämpfen und die Menschen sensibilisieren wollen. Mit dem Abfallsammeltag setzen wir unter all unseren Aktionen stets ein besonderes Ausrufezeichen. Dass sich uns dabei jedes Jahr so viele  Menschen anschließen, zeigt, dass Kampagne gut ankommt“, erklärt Jaeckel.

Wie viel die Ausgeschwärmten dieses Mal zusammentrugen, wird erst in einigen Tagen feststehen. „Im vergangenen Jahr  sammelten 1100 Helfer rund 16 Tonnen Abfall zusammen. Diesen traurigen Rekord werden wir in diesem Jahr vielleicht nicht brechen. Die unsichere Wetterprognose hat den ein oder anderen wohl doch abgehalten“, sagte Claudia Jaeckel, die die kleinen und großen Helfer übrigens nach getaner Arbeit zu einem Imbiss auf der Platzanlage des SV Scherpenberg einlud. Für alle diejenigen, die in diesem Jahr nicht dabei sein konnten, hatte Jaeckel aber die Botschaft: "Im nächsten Jahr gibt es ganz sicher eine neue Chance, dabei zu sein."