Dienstag, 21.08.2018

Rad- und Wanderweg

Wilder Müll verursacht allein in Moers jährliche Kosten von rund einer halben Millionen Euro und belastet die Umwelt. Das stinkt Politik und Bürgern gewaltig. Sie sehen das Image der Stadt gefährdet und beklagen hohe Abfallgebühren. ENNI ging als zuständiges Entsorgungsunternehmen  in die Offensive. Im März 2009 stellten wir dem Verwaltungsratsvorsitzenden und Moerser Bürgermeister Norbert Ballhaus gemeinsam mit dem damal neuen sbm-Vorstand Simon Ulrich Goerge und Betriebsleiter Ulrich Kempken im Mercator Berufskolleg die "Initiative sauberes Moers" vor.

Die Kampagne startete nicht zufällig am Mercator Berufskolleg. Seit das Nichtraucherschutzgesetz das Rauchen auf Schulhöfen verbietet, kam es hier immer wieder zu Bürgerbeschwerden. Raucher werfen Zigarettenkippen zumeist gedankenlos weg. Bereits dort sah Goerge den Dialog gerade in Schulen als Erfolgsrezept. Parallel hatten die sbm dort zahlreiche neue Zigarettenkübel und zusätzliche Abfalleimer aufgestellt.

Auch Schulleiter Herbert Beck war von der Idee sofort überzeugt. Der Ansatz der sbm sei aber nur eine Seite der Medaille. Es ist gut, auch Schüler wach zu rütteln. Das Müllproblem ist eines, die Probleme mit Passanten am Grafschafter Radweg aber ein anderes, sagte er. Hier finden bereits konstruktive Gespräche mit der Stadt hinsichtlich einer denkbaren Umgestaltung des Grafschafter Rad- und Wanderweges statt. Beim wilden Müll steht Beck aber voll hinter den sbm. Deswegen nutzte er mit seinem Kollegium den Kampagnenstart für thematische Unterrichtsstunden.