Freitag, 06.12.2019

Technik

Auf Nachhaltigkeit und Effizienz des Sportparks legten die Verantwortlichen aus allen drei Sparten der ENNI-Gruppe ihr besonderes Augenmerk. Hochwertige und langlebige Baustoffe wurden verbaut, viel Holz auf Böden und an Wänden erzeugt Atmosphäre und hält „ewig“. Beim Energiekonzept standen Klimaschutz sowie geringer Energie- und Wasserverbrauch im Mittelpunkt. Schon der Einfall, den Gebäudekomplex halb in die Erde einzugraben und so zu isolieren, spart viel Energie.

Die natürliche Erdwärme heizt im Winter den Sportpark mit, im Sommer hingegen kühlt das Erdreich ihn ab. Die Gebäudehülle ist so gut isoliert, dass der Dichtheitstest bessere Werte als bei einem Niedrigenergiehaus ergab. Die vielen Glasflächen ersetzen in großem Stil eine künstliche Beleuchtung. Zur energetisch optimierten Auslegung gehört auch, die aus den Lüftungsanlagen zurückgewonnene Wärme zu nutzen.

Die unabhängige Stromversorgung ist ein weiterer Clou. Ein großes Blockheizkraftwerk
(BHKW) erzeugt gleichzeitig Wärme und Strom, 130 Kilowatt thermisch und 100 Kilowatt elektrisch. Während bei einem konventionellen Kraftwerk Wirkungsgrade von 40 bis 50 Prozent erzielt werden, überzeugt das BHKW mit einem enormen Wirkungsgrad von 85 Prozent. Derzeit reicht die Eigenerzeugung von Strom zwar noch nicht aus, aber im Sommer ist es soweit: Dann installiert ENNI auf dem Dach eine Fotovoltaikanlage, die eine Stromversorgung von außen zumindest bei Sonneneinstrahlung überflüssig macht.

Schon beim Bau des Daches wurden dafür die Kabel verlegt und Platz für die Wechselrichter gelassen. Die Installation der Solarstromanlage konnte aus baurechtlichen Gründen erst nach der Bauabnahme erfolgen. Natürlich braucht gerade ein Bad viel Wärme. Auch da leisten das BHKW und ein angeschlossener thermischer Speicher mit 6.500 Litern gute Dienste. Bei Spitzenbedarf, etwa wenn das Wasser erneuert und aufgewärmt wird, hilft ein Erdgas-Brennwertkessel mit.