Dienstag, 16.01.2018

Der ENNI Wasserlehrpfad

Wasser ist unser Lebensmittel Nr.1. Deshalb müssen wir mit Wasser besonders vorsichtig umgehen. Auch wenn wir in Deutschland genug Wasser haben, sollten wir sparsam sein. Das heißt, nicht unnötig Wasser verschwenden. Die eine oder andere Wasserschlacht ist aber okay. Noch wichtiger ist, Wasser nicht unnötig zu verschmutzen. Ihr dürft keine giftigen Stoffe wie Lacke oder Farben ins Wasser gießen. Auch Wasch- und Reinigungsmittel sind nicht gut für unser Wasser. Lieber etwas weniger nehmen. Mehr Tipps zum Wasser sparen und schützen bekommt ihr im ENNI-Kundenzentrum.

Übrigens: Extra für Kinder der 3. und 4. Klasse hat ENNI das Projekt „Wasser macht Schule“ gestartet: Auf dem Wasserlehrpfad erfahrt ihr eine Menge über Wasser. Auf fünf Schautafeln erklären wir Euch, wie der Wasserkreislauf funktioniert, wie das Wasser zu Dir nach Hause kommt und vieles mehr. In der Wiesenschule könnt ihr ihr zudem in einem Klassenzimmer unter freiem Himmel lernen.

Wenn Ihr mit Eurer Klasse den Wasserlehrpfad einmal besuchen wollt, könnt Ihr Euch gerne anmelden

Hier könnt Ihr Euch bereits informieren, was Euch auf dem Wasserlehrpfad erwartet. Klickt einfach auf eine der Nummern.

Der natürliche Wasserkreislauf

Die Wolken am Himmel bestehen aus vielen, vielen kleinen Wassertröpfchen, die in der Luft schweben. Wenn es kälter wird, werden sie immer größer und schwerer und fallen auf den Boden. Dann regnet, hagelt oder schneit es – je nach Temperatur und Jahreszeit. Die Niederschläge versickern im Boden. Beim Versickern sinkt das Wasser durch die Erdschichten nach unten, bis es auf eine wasserdichte Schicht trifft. Hier staut es sich und bildet das Grundwasser. Das Grundwasser fließt in Seen, Flüsse und Meere. Wenn die Sonne das Wasser erwärmt, steigt es als Wasserdampf nach oben. Das nennen wir verdunsten. Das Wasser ist nun gasförmig. Weiter oben ist die Luft wieder kälter und der Wasserdampf wird zu vielen kleinen Wassertröpfchen – den Wolken. Das Wasser bewegt sich in einem ständigen Kreislauf und geht nicht verloren.

Die Wasserschutzzonen

Die Wassergewinnungsanlagen, also da wo ENNI das Wasser über Brunnen aus dem Boden holt, ist von Schutzgebieten umgeben, in denen je nach Nähe zum Brunnen gar keine oder nur eingeschränkte landwirtschaftliche Nutzung erlaubt ist. Um dort das Wasser besonders zu schützen, gründete die ENNI mit den im Wassergewinnungsgebiet wirtschaftenden Landwirten eine Kooperation – die Kooperation Landwirtschaft Wasserwirtschaft. Darin verpflichtete sich die Landwirtschaft, besondere Maßnahmen zum Gewässerschutz zu ergreifen.  

Der lange Weg des Wassers

Das Versorgungsnetz der ENNI besteht aus vielen Wasserleitungen, die unterirdisch verlaufen. Alle zusammen sind sie fast 700 Kilometer lang und bilden das Hauptversorgungsnetz. Davon zweigen die insgesamt noch fast 350 Kilometer Hausanschlussleitungen ab – also die Leitungen, durch die das Wasser in die Häuser fließt. Ein kleiner Teil des Wassers fließt in unterirdische Wasserspeicher, wo die ENNI tausende Liter Trinkwasser für den Störungsfall speichert. So eine Störung - wie wir sie nennen - kann ein großer Wasserrohrbruch sein. Störung sagen wir aber auch, wenn plötzlich viel mehr Wasser gebraucht wird, als normalerweise. Zum Beispiel, wenn die Feuerwehr einen Großbrand löschen muss. Dann leitet ENNI das Wasser aus den Speichern in das Versorgungsnetz. Doch wieso bleibt das Wasser in den Leitungen nicht stehen, wenn es bergauf geht? Das liegt am Wasserdruck. Diesen erzeugt ENNI mit Hilfe von elektrischen Pumpen. Sie drücken das Wasser durch die Leitungen. Früher erzeugte man den Druck mit einem Wasserturm. In ihm war ganz viel Wasser, das wie ein schweres Gewicht nach unten in die Leitungen drückte. Meistens standen die Türme am höchsten Punkt der Umgebung auf einem Berg.

Die ENNI Wiesenschule

Bereits im Jahre 2001 hat ENNI das "erste Moerser Klassenzimmer unter freiem Himmel" in der Adolf Reichwein-Schule eröffnet. Nach umfangreichen Renaturierungen pflanzte die ENNI in Absprache mit dem dort ansässigen Landwirt auf der ehemaligen Brachwiese insgesamt 120 Obstbäume. Die genutzte Fläche liegt im Moerser Ortsteil Vinn zwischen der Vinner- und Humboldtstraße. Die Bäume sind seitdem kräftig gewachsen. Im Rahmen einer Partnerschaft kümmern sich die Schüler der Adolf-Reichwein-Schule seitdem um das Wiesenschulen-Projekt. Sie dokumentieren unter anderem das Wachstum der Bäume und erleben so die Natur hautnah. Wenn die Bäume Früchte tragen, verarbeiten die Schüler diese beispielsweise in Pfannkuchen oder zu Muß. Was sie nicht aufessen können, bringen sie in eine Mosterei, die daraus dann Saft produziert. 

Klassenzimmer unter freiem Himmel

Die Wiesenschule ist ein Klassenzimmer der besonderen Art. Bänke und Tische aus Granitstein sowie eine witterungsbeständige Schultafel ermöglicht einen Unterricht unter freiem Himmel. Sie bietet eine neue Form der Erlebnispädagogik. Die Kinder finden es toll, in diesem Klassenzimmer zu Lernen.