Nachhaltige Investitionen stärken die Region und den Klimaschutz
Trotz schwieriger politischer Lage und schwächelnder Wirtschaft startet die Enni-Gruppe kraftvoll ins neue Jahr. Nach den Beschlüssen der Aufsichtsgremien hat Vorstandsvorsitzender Stefan Krämer eines der größten Investitionsprogramme der Unternehmensgeschichte auf den Weg gebracht: Fast 70 Millionen Euro sollen 2026 in die Umsetzung der Energie- und Wärmewende, Beteiligungen und die Sanierung der Infrastruktur fließen – und die Region damit fit für das Zeitalter des Klimawandels machen. „Wir wollen ein verlässlicher Partner für die Kommunen bleiben“, betont Krämer, der bei seinem Ausscheiden im Sommer ein gesundes Unternehmen auf Wachstumskurs übergeben wird. Für 2026 plant Enni über alle Geschäftsbereiche hinweg mit einem Umsatz von mehr als 360 Millionen Euro. Städte wie Moers, Neukirchen-Vluyn, Rheinberg, Uedem und Rheurdt profitieren: Rund 160 Millionen Euro sollen in den nächsten fünf Jahren über Gewinne, Steuern und Konzessionsabgaben zurückfließen. „Das ist in Zeiten leerer Kassen ein starkes Signal für die Region“, so Krämer.
Um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, setzt Enni auf neue Aufgaben und Projekte. Großes Potenzial sieht Krämer dabei weiterhin in der Energie-, Wärme- und Mobilitätswende. Das Unternehmen investiert rund eine Million Euro in das Contracting von Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen, um auch Kunden an der Energiewende zu beteiligen. Zudem plant Enni weitere Wind- und Solarprojekte. In Vinn investiert das Unternehmen rund drei Millionen Euro in einen Solarpark mit Batterie, um das Wasserwerk im Krisenfall autark betreiben zu können. Über das Tochterunternehmen Enni Solar sind weitere Solarparks in Hülsdonk und Lorfeld mit insgesamt rund 4,5 Millionen Euro geplant. Die größte Einzelinvestition mit knapp elf Millionen Euro ist ein Batteriespeicher am Bendschenweg, mit dem Enni auch die Stromversorgung in Neukirchen-Vluyn absichern will. Der erste Speicher am Eurotec in Moers wird in Kürze in Betrieb gehen. „Mit dem Wegfall fossiler Grundlastkraftwerke, dem Ausbau regenerativer Energien und dem steigenden Strombedarf sind Stromspeicher wichtige Eckpfeiler der Energiewende“, erklärt Krämer. Auf dem Weg zur Klimaneutralität wird Enni 2026 zudem 1,7 Millionen Euro in die Wärmewende stecken und damit ihre Fernwärmenetze weiter ausbauen.
Insgesamt investiert Enni in diesem Jahr rund 25 Millionen Euro in ihre Energie- und Wassernetze – für eine weiterhin sichere Versorgung. Eine Million Euro fließt zum Beispiel in die Erneuerung der zentralen Wassertransportleitung vom Wasserwerk Vinn in Richtung Wittfeldstraße. Mit dem Ausbau ihrer Stromnetze reagiert Enni auf den Trend zur Wärmepumpe und den wachsenden Leistungsbedarf durch ein flächendeckendes Angebot an Elektro-Ladesäulen. Profitieren sollen davon Kundinnen und Kunden, für die es weitere gute Nachrichten gibt. Denn nach den kriegsbedingten Krisenjahren geht es auch im Energiegeschäft bergauf. Während die Grundversorgung im Strom stabil bleibt und im Gas leicht sinkt, senkte Enni die Preise für Sonderprodukte zum Jahresbeginn deutlich – ein Vorteil für treue Privat- und Gewerbekunden. Bundesweit plant das Unternehmen 2026 mit 16.000 neuen Strom- und Gaskunden.
Im eigenen Fuhrpark setzt Enni bei Neuanschaffungen weiterhin auf E-Fahrzeuge und zukünftig auf den erneuerbaren Dieselkraftstoff HVO100 – mit einer CO₂-Einsparung von rund 90 Prozent. Investitionsvolumen in diesem Jahr: 1,9 Millionen Euro, vor allem für vier neue Großfahrzeuge, die mit dem aus hydrierten Pflanzenölen und Fetten hergestellten Kraftstoff betrieben werden sollen. Dabei handelt es sich um zwei Entsorgungsfahrzeuge mit Großraumschüttung für die Sperrgutabfuhr, einen Neuling zur Leerung von Unterflurcontainern und einen dreiachsigen Kranwagen, der schwere Trafos versetzen kann.
Intakt, modern und bedarfsgerecht will Enni die Moerser Infrastruktur aufstellen und einen Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger schaffen. Deswegen wird das Unternehmen auch hier weiter investieren. Rund viereinhalb Millionen Euro fließen zum Beispiel in die Friedhöfe mit der Modernisierung des Hauptfriedhofes in Hülsdonk als Großprojekt. Das Sanierungsprogramm für die Moerser Straßenbeleuchtung geht mit Hochdruck voran – und weiteren 1,3 Millionen Euro für die Umrüstung der Straßenlaternen auf eine intelligente LED-Technik. Rund 10,5 Millionen Euro fließen 2026 in die Erneuerung des maroden Kanalnetzes, wo mit der Innenstadtsanierung das größte Erneuerungsprojekt des kommenden Jahrzehnts läuft. Für rund eine Million Euro wird Enni die Eishalle energetisch sanieren; für die Freiraumplanung mit Kletterpark, Grillplätzen und Hundewiese im Solimare sowie den Ausbau des Wohnmobilangebotes sind rund 3,3 Millionen Euro eingeplant.
Um den Erfolg auf viele Beine zu stellen, setzt Enni weiterhin auf das Dienstleistungsgeschäft. Niederrheinweit hat sich das Unternehmen mit Aufgaben in der Reinigung, Abfallentsorgung und Entwässerung inzwischen fest etabliert. Mehrjährige Aufträge – etwa die Straßenreinigung in Xanten, die Kanalreinigung in Neukirchen-Vluyn und Issum oder die Abfuhr gelber Säcke in Moers – laufen erfolgreich.
Von den Maßnahmen werden auch 2026 viele lokale Unternehmen und der Arbeitsmarkt profitieren: Denn Enni bleibt Impulsgeber und Jobmotor für die Region. Rund 18 Millionen Euro wird sie in diesem Jahr am Niederrhein für Material und Dienstleistungen ausgeben und damit hunderte Arbeitsplätze bei regionalen Betrieben sichern. „Auch das ist ein weiterer Beitrag für die Stabilität des Standorts Niederrhein“, so Krämer.
