Enni nimmt Stromtankstelle in Rheinberg in Betrieb
Für Menschen im Rollstuhl ist das Tanken an herkömmlichen E‑Ladestationen eine Herausforderung: Das Bedienfeld hängt in der Regel zu hoch, die Ladekabel sind schwer und unhandlich, und oft fehlt der nötige Platz, um sich mit dem Rollstuhl sicher neben dem Fahrzeug zu bewegen. Zumindest auf dem Parkplatz Am Kattewall in Rheinberg ist damit nun Schluss. Hier hat die ENNI Energie & Umwelt (Enni) eine neue barrierefreie Stromtankstelle in Betrieb genommen. Bürgermeister Philipp Richter und Günther Mense, Mitglied des Rheinberger Behindertenbeirats, überzeugten sich gestern gemeinsam mit Enni‑Geschäftsführer Dr. Kai Gerhard Steinbrich von der Praxistauglichkeit. „Barrierefreiheit gehört für uns untrennbar zur Energiewende. Mit dieser Ladesäule schaffen wir ein weiteres konkretes Angebot, damit auch Menschen mit körperlicher Behinderung Elektromobilität unkompliziert nutzen können“, so Steinbrich.
Die Enni betreibt am Niederrhein rund 200 Ladepunkte im öffentlichen Raum – acht davon sind barrierefrei. Den Anstoß für die Umsetzung in Rheinberg gab der Behindertenbeirat, die Stadt gestaltete die Fläche barrierefrei um. „Es freut uns besonders, dass der Ladesäule auch ein neuer behindertengerechter Stellplatz zugeordnet wurde“, erklärt Günther Mense und hofft, dass das Angebot gut angenommen wird. Denn nur dann – so ist die Abstimmung aller Beteiligten – bleibt auch der Stellplatz bestehen.
Der Behindertenbeirat lobt die Umsetzung vor Ort: Die Ladeinfrastruktur ist übersichtlich gestaltet, orientiert sich an den einschlägigen DIN‑Normen und bietet ausreichend Platz für das Ein‑ und Aussteigen. Bedienelemente, Displays und Steckdose sind gut erreichbar und aus dem Rollstuhl problemlos nutzbar. „Die besondere Bauweise ermöglicht eine einfache und sichere Bedienung“, fasst Mense zusammen. Die Freischaltung erfolgt wahlweise per RFID‑Karte oder über eine Lade‑App.
Mit einer Ladeleistung von bis zu 22 Kilowatt zählt die Ladesäule zur leistungsstarken AC‑Ladeinfrastruktur und ermöglicht – je nach Fahrzeug und Akku‑Größe – deutlich kürzere Ladezeiten als übliche 11‑Kilowatt‑Anschlüsse. Wer mit einem leeren Akku kommt, kann hier in gut zwei Stunden volltanken. „Laden, einkaufen oder einen kurzen Innenstadtbesuch erledigen – das lässt sich hier gut miteinander verbinden“, sagt Bürgermeister Philipp Richter. „So wird Elektromobilität im Alltag für alle einfacher.“
Fragen zum Thema E-Ladesäulen beantwortet bei Enni das Team der Energieberatung unter 02841/104-137 oder per Mail an energieberatung@enni.de
