Starkes Algenwachstum erfordert Maßnahme vor dem Großreinema-chen
Die jährlich wiederkehrende Reinigungsaktion für den Königssee im Herzen der Moerser Innenstadt wird es auch in diesem Jahr erst wieder im Sommer nach der Brut- und Setzzeit geben. Durch das aktuell ungewöhnlich starke Algenwachstum werden die Mitarbeiter aus dem Grünflächenbereich der ENNI Stadt & Service Niederrhein (Enni) aber in dem künstlich angelegten Teich bereits in der kommenden Woche einen Teil-Wasserwechsel vornehmen. Marlene Karmann wird als zuständige Teamleiterin der Enni gemeinsam mit ihren Kollegen dazu ab dem 19. Mai rund die Hälfte des aktuell mit rund 2.500 Kubikmetern gefüllten Sees ablassen. „Zum Schutz der Teichbewohner werden wir die Anlage dabei aber nur grob reinigen und dem See mit frischem Wasser eine Frischzellenkur verlassen“, sagt Karmann. „Ansonsten droht das Wasser in den kommenden Wochen umzukippen und zur stinkenden Kloake zu werden.“
Enni hat bei den Arbeiten am Königsee immer ein waches Auge auf die dort siedelnden Enten. „Da die quakenden Bewohner in diesem Bereich aktuell keinen Nachwuchs haben, werden sie sich von der jetzigen Aktion aber sich nicht stören lassen und wie sonst auch für einige Tage ein paar Meter weiter in den ruhigen Bereich des benachbarten Grabens des Moersbaches umsiedeln. Das Großreinemachen wird dann wie üblich erst nach dem Ende der gesetzlichen Brut- und Setzzeit im Sommer stattfinden. Karmann bittet die Bürger weiterhin, die Enten grundsätzlich nicht aus falsch verstandener Tierliebe zu füttern. „Das stehende Gewässer ist sensibel und die Wasserqualität kann ansonsten schnell leiden.“ Tatsächlich landet ein Großteil der Nahrung nicht im Entenbauch, sondern bleibt im Wasser und sorgt hier für ein starkes Algenwachstum.
