Enni-Verwaltungsrat erhielt Sachstandsberichte
Moers kann sich auf neue Angebote für Sport, Freizeit und Familien freuen. Schon ab dem Sommer sollen der große Kletterpark, das moderne Grillareal und die Hundefreilauffläche am Solimare schrittweise in Betrieb gehen. Das erklärte Vorständin Sandra Jungmaier am Donnerstag den Mitgliedern des Verwaltungsrates der ENNI Stadt & Service AöR. In der ersten Sitzung des Jahres stellte sie den aktuellen Stand der sogenannten Freiraumplanung vor und zog zugleich eine durchweg positive Bilanz der Winterdienstsaison 2025/2026. Trotz witterungsbedingt wechselnder Einsatzlagen habe das Team die Verkehrssicherheit in Moers mit insgesamt 39 Streueinsätzen jederzeit gewährleisten können. Einen Sachstandbericht zur Innenstadtsanierung sowie gute Nachrichten zur Modernisierung der Moerser Straßenbeleuchtung lieferte Vorstand Dr. Kai Steinbrich. Die Enni erhöht hier das Tempo und treibt die Umrüstung auf intelligente LED‑Technik deutlich voran. „Nach neuem Zeitplan wollen wir Ende 2028 alle 10.000 Leuchten umgestellt haben“, so Steinbrich.
Freiraumplanung
Die Enni kommt bei der Neugestaltung der Freiräume rund um das Solimare spürbar voran. Auf insgesamt rund 23.000 Quadratmetern Fläche entsteht ein vielseitiges Freizeit‑ und Bewegungsangebot für Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen. Im Mittelpunkt steht der neue Kletterpark – ein moderner Hochseilgarten mit mehreren Ebenen, unterschiedlichen Parcours, Zip-Lines sowie speziellen Spielgeräten für Kinder. Attraktionen wie ein Ninja‑Parcours und ein Abenteuerpfad für die Jüngeren runden das vielseitige Bewegungsangebot ab. Gleich nebenan entsteht ein modernes Grillareal mit 20 buchbaren Grillparzellen für jeweils sechs bis zehn Personen sowie einer zentralen Grillhütte für größere Gruppen. Den dritten Baustein bildet eine neue Hundefreilauffläche: Das rund 8.000 Quadratmeter große Gelände wird vollständig eingefriedet und erhält einen separaten Zugang, Agility-Elemente, Beleuchtung sowie Sitzmöglichkeiten. Die Geräte – insbesondere die Elemente des Kletterparks – sind bereits in Produktion. Das Vergabeverfahren für die Bauarbeiten vor Ort steht kurz bevor und bereits ab dem Sommer sollen die Angebote schrittweise in Betrieb gehen. „Der Freibadbetrieb wird durch die Arbeiten nicht beeinträchtigt“, erklärt Vorständin Sandra Jungmaier und betont, dass die Freiraumplanung ein wichtiger Baustein sei, um das Solimare weiterzuentwickeln und Moers als attraktiven Freizeitstandort zu stärken.
Straßenbeleuchtung
Parallel dazu treibt die Enni die Modernisierung der Straßenbeleuchtung in Moers deutlich schneller voran als ursprünglich geplant. Dazu wird die Sanierung speziell auf die Umrüstung auf intelligente LED fokussiert und die Anzahl der Leuchtenerneuerungen pro Jahr verdoppelt. So soll die vollständige Umstellung auf intelligente LED‑Technik bereits Ende 2028 abgeschlossen sein. Ausschlaggebend dafür sind die positiven Erfahrungen der vergangenen Jahre. „Die intelligente LED‑Technik reduziert Störungen spürbar und erhöht die Stabilität der Straßenbeleuchtung“, erläutert Vorstand Dr. Kai Steinbrich. „Je schneller wir den Altbestand ersetzen, desto zuverlässiger wird das gesamte Netz.“ Zugleich profitieren Stadt und Unternehmen von der hohen Energieeffizienz der neuen Leuchten und sinkenden Stromkosten. Seit 2019 hat Enni bereits rund 5,5 Millionen Euro in die Erneuerung der Infrastruktur investiert. In den Jahren 2026 bis 2028 will das Unternehmen insgesamt rund 5.800 Leuchten austauschen. Um den ambitionierten Zeitplan einzuhalten, setzt es unter anderem auf einen zusätzlichen mobilen Werkstattwagen, mit dem die Monteure die Arbeiten effizienter umsetzen und mehr Material vor Ort vorhalten können.
Winterdienst
Einen weiteren Schwerpunkt der Sitzung bildete der Rückblick auf die Winterdienstsaison 2025/2026. Sandra Jungmaier zog hier eine durchweg positive Bilanz. Trotz witterungsbedingt wechselnder Einsatzlagen habe das Team die Verkehrssicherheit in Moers jederzeit gewährleisten können. Grundlage dafür waren eine leistungsfähige technische Ausstattung, eine optimierte Tourenplanung sowie ein verlässliches Rufbereitschaftssystem. Zwischen Mitte November und Ende Februar war der Winterdienst an 60 Tagen in Rufbereitschaft und rückte zu 39 Streueinsätzen aus. Dabei wurden sämtliche im Straßenreinigungsgesetz NRW definierten Bereiche bedient – von übergeordneten Straßen bis hin zu Radwegen und besonders gefährlichen Stellen im Stadtgebiet. Punktuell gab es Unterstützung von externen Partnern. Als besonders effektiv erwies sich erneut der Einsatz von Sole, mit dem die Enni den Salzverbrauch deutlich reduzieren konnte. Künftig will das Unternehmen die Sole am Standort Jostenhof selbst herstellen, um Effizienz und Versorgungssicherheit weiter zu erhöhen. „Winterdienst ist Teamarbeit und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben erneut bewiesen, wie zuverlässig und engagiert sie unter teils extrem schwierigen Bedingungen arbeiten“, betonte Jungmaier.
Innenstadtsanierung
Dr. Kai Steinbrich informierte das Gremium außerdem über den aktuellen Stand des Großprojekts Innenstadtsanierung. Zwischen Unterwallstraße, Schlosspark, Neuem Wall und Stadtgraben erneuert die Enni in den nächsten Jahren auf rund 28 Kilometern Länge die Infrastruktur – darunter Kanäle, Energie‑ und Wasserleitungen sowie moderne Telekommunikations‑ und Beleuchtungssysteme. Aktuell konzentrieren sich die Arbeiten auf die Fieselstraße nördlich und südlich der Neustraße. Besonders der nördliche Abschnitt stellt aufgrund der sehr beengten Verhältnisse eine Herausforderung dar, hier wird zum ersten Mal die gesamte Ver- und Entsorgungsinfrastruktur in offener Bauweise erneuert. Um die Sicherheit zu gewährleisten, bietet die Enni hier einen Begleitservice für Anwohnende an, die die Baustelle während der Arbeiten nicht eigenständig passieren können. Im Anschluss folgen weitere Teilabschnitte, unter anderem ab Mai in der Haag‑ und Klosterstraße, ab November in der sogenannten Brandgasse sowie ab Juli im Bereich Meerstraße/Neumarkt.
