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    17.12.2018

    Moerser Bahnhof wird ein attraktives „Tor zur Stadt“

    Die ENNI Stadt & Service (ENNI) hat den Ausbau des Personentunnels am Moerser Bahnhof abgeschlossen. Seit wenigen Tagen können Bahnreisende ihn uneingeschränkt nutzen. „Obschon die lange Bauzeit auch für uns sehr unbefriedigend war, sind wir mit dem Ergebnis zufrieden“, erklärt ENNI-Vorstand Lutz Hormes. Ziel des Projektes im Auftrag der Stadt Moers war es, die Lotharstraße an den Bahnhof anzubinden und ihm auch auf der Ostseite ein ansprechendes Bild zu verleihen. „Dies ist uns gelungen.“ In der Tat hat der Durchstich des Tunnels aus einem dunklen Loch ein einladendes Portal gemacht. „Durch seine gerade Bauweise wirkt er hell und freundlich – ohne Angsträume und schmutzige Ecken. Und die Säulen im vorderen Bereich, die die alte Trennwand ersetzen, sorgen für eine attraktive Optik“, sagt Thorsten Kamp als Technischer Beigeordneter der Stadt Moers. Dabei sei bei aller Freude jedoch ein Wermutstropfen geblieben. Denn die Deutsche Bahn (DB) hat einen Teil ihrer Aufgaben noch nicht ausgeführt. „Hier können wir nur hoffen, dass sie die Restarbeiten schnell erledigt.“

    In der Tat bietet sich Reisenden am Moerser Bahnhof derzeit noch ein unfertiges Bild. Die Aufzugschächte sind mit Brettern abgesichert, an den Treppen fehlen noch Handläufe und Fliesen und in der dafür vorgesehenen Nische fehlt noch der neue Fahrscheinautomat. „Natürlich ist das für uns und alle Moerser enttäuschend. Vor allem für Menschen, die schon so lange auf die Barrierefreiheit warten“, sagen Hormes und Kamp, die das Bauprojekt in den vergangenen Jahren viele Nerven gekostet hat. 

    Dabei war zunächst alles so gut gestartet. Nach dem Spatenstich für das Projekt im Februar 2015 legten die ENNI und die von ihr beauftragten Firmen der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) mit Feuereifer los. Sie verbreiterten den ursprünglichen Personentunnel auf 15 Meter, rissen seine 2,60 Meter dicke Rückwand  ein und verlängerten ihn bis zur Lotharstraße. Hier errichtete die ARGE einen 14 mal 13 Meter großen Betonkorpus, der

    nicht nur die neue Hälfte des fünf Meter hohen Tunnels, sondern auch das Eingangsportal auf Meerbecker Seite darstellt.

    „Da bei Arbeiten an Gleiskörpern besondere Bestimmungen gelten und der Bahnverkehr durchgehend lief, war der Auftrag eine besondere Herausforderung“, so Hormes.

    Zum Stillstand kamen die Arbeiten dann jedoch, als die ENNI Feuchtigkeitsschäden an Decken und Wänden sowie Rost an den Stahlträgern des alten Gepäcktunnels feststellte, die im Vorfeld nicht bekannt gewesen waren. „Es hätte keinen Sinn gemacht, den Tunnelausbau voranzutreiben, ohne diese Schäden zu beseitigen. Uns waren die Hände gebunden“, bedauert Hormes, dass die Einigung über die Sanierung und deren Kosten zwischen der Stadt Moers und der ENNI auf der einen und der Deutschen Bahn als Eigentümerin des Bauwerks auf der anderen Seite rund zwei Jahre dauerte.

    Um die Probleme mit der Feuchtigkeit zu lösen, ließ die DB schließlich eine Vorsatzschale aus Spritzbeton auf die feuchten Wände aufbringen, durch die Wasser nicht mehr durchsickern kann. „Die Maßnahmen waren aus unserer Sicht sinnvoll. Ob sie auch nachhaltig sind, wird die Zukunft zeigen“, bedauert Hormes, dass die DB die Decke nicht von unten gegen Feuchtigkeit abdichten konnte. Erst nach dem Ende der Sanierungsmaßnahmen konnte die ARGE im Sommer 2018 mit dem aufwändigen Innenausbau des Tunnels beginnen und diesen vor wenigen Tagen abschließen. Wann die DB die noch ausstehenden Arbeiten erledigt, steht noch nicht fest. Dennoch sind Hormes und Kamp optimistisch: „Wenn alles fertig ist, wird der Bahnhof nicht nur barrierefrei, sondern auch das erhoffte Schmuckstück sein. Er wird das attraktive Tor zur Stadt, das wir uns alle gewünscht hatten.“

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