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    24.10.2018

    Blätterpracht rieselt im goldenen Herbst

    Der Niederrhein erlebt einen goldenen Herbst. Sonne und zweistellige Temperaturen wecken beim Menschen beinah Frühlingsgefühle. Die Bäume jedoch haben die Zeichen der Zeit längst erkannt und werfen ihre Blätterpracht ab – und das, obwohl es noch keinen Nachtfrost gab. Auch auf den zehn Moerser Friedhöfen purzelt das Laub bereits in großen Mengen. Und das bedeutet für die Truppe von Friedhofsmeister Karl-Heinz Koelen eine Sisyphusarbeit. Das 20-köpfige Team der ENNI Stadt & Service (ENNI) hat alle Hände voll damit zu tun, die zehn städtischen Friedhöfe für die Feiertage Allerheiligen am 1. November und Totensonntag am 25. November herauszuputzen. „Um den Laubmengen Herr zu werden, werden wir uns zeitweise mit Mitarbeitern aus dem Bereich Grünflächen verstärken. Trotzdem wird an den Feiertagen frisch gefallenes Laub liegen“, bedauert Koelen, der sich diese beiden Tage stets rot im Kalender anstreicht. „Denn dann strömen Katholiken und Protestanten wieder auf die Friedhöfe und gedenken ihrer verstorbenen Angehörigen. Gerade wenn das Wetter so schön bleibt, rechnen wir mit viel Betrieb.“ 

    Mit 52 Hektar Gesamtfläche sind die Moerser Friedhöfe etwa so groß wie 77 Fußballfelder. „Wir müssen immer richtig anpacken, um für ein sauberes Erscheinungsbild zu sorgen. Und das ist eine Herausforderung. An den nun anstehenden Feiertagen soll natürlich alles besonders gepflegt sein. Das gilt für die privaten Gräber genauso wie für die Wege und Grünflächen“, sagt Koelen. So hat der Rasen durch die warmen Temperaturen noch einen unerwarteten Wachstumsschub erhalten und bekommt jetzt erst den letzten Schnitt vor dem Winter. Auch das Ehrengrab von Hanns Dieter Hüsch und die Kriegsgräber erhalten einen neuen Glanz. Nur die alten Steine behalten ihre Patina. „An den beiden Feiertagen werden auf fast allen Moerser Friedhöfen auch Messen und Andachten gefeiert. Das Umfeld der Friedhofskapellen liegt uns da natürlich sehr am Herzen“, sagt Koelen. 

    Auch die Moerser Bürger sind in diesen Tagen auf den Friedhöfen eifrig am Werk, richten die Gräber ihrer Angehörigen her. Das merkt Koelen an den gut 500 Kompost- und Restabfallbehältern, die sich über die Anlagen verteilen. „Wir müssen mit unseren Container-Fahrzeugen Doppelschichten fahren. Was morgens noch leer ist, ist abends prall gefüllt“, erzählt der Friedhofsmeister und bittet die Besucher dabei, den anfallenden Abfall sorgfältig zu trennen. „Wenn im Kompost zu viel Müll steckt, müssen wir ihn als Restabfall entsorgen. Das ist teuer und erhöht die Friedhofsgebühren.“ 

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