Dienstag, 26.03.2019

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    10.01.2019

    Möglichkeiten als Regionalversorger nutzen

    Die Zukunft der ENNI Energie & Umwelt Niederrhein (ENNI) soll weitgehend papierlos sein. In der jüngsten Sitzung des Aufsichtsrates informierte Geschäftsführer Stefan Krämer das Gremium, dass bis zum Umzug in das neue Verwaltungsgebäude in 2021 viele Abläufe digitalisiert sein sollen. Damit will der Diplom-Kaufmann  die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens nachhaltig stärken, seinen Mitarbeitern Freiraum für neue Aufgaben schaffen und das spürbar steigende Bedürfnis seiner Kunden nach Onlineangeboten befriedigen. Die Digitalisierung ist für ENNI daher eines der Top-Themen der kommenden Jahre, die im Zeitalter der Energiewende für Stadtwerke bundesweit einen zunehmend unsicheren und wettbewerbsintensiven Markt bringen. Trotz des enormen Kostendrucks will Krämer Energie für Niederrheiner aber dauerhaft bezahlbar, sicher und umweltfreundlich anbieten. Die Erfolge vieler neuer Themen, wie jüngst die mit der Übernahme der Gasnetze in Rheinberg und Uedem verbundene Entwick-lung zum Regionalversorger, geben ihm dabei den finanziellen Spielraum für Zukunftsinvestitionen und neue Aufgaben. Der Aufsichtsrat und die Gesellschafter stehen voll hinter der Wachstumsstrategie des Unternehmens, die ihnen in den kommenden fünf Jahren mehr als 120 Millionen Euro in die Kassen spülen soll. So soll Stefan Krämer ENNI vor allem am Niederrhein weiter entwickeln, hier neue regene-rative Projekte platzieren und Kunden bei unterdurchschnittlichen Preisen eine sichere Versorgung garantieren. In die wird ENNI weiter kräftig investieren. „Wir haben grünes Licht, auch 2019 Millionenbeträge in die Erneuerung unserer Netze zu stecken“, durch die ENNI untrennbar mit der Region verbunden sei. „Die damit verbundene Kundenähe unterscheidet uns von reinen Energiehändlern“, sieht Krämer hier einen großen Pluspunkt für ENNI.

    Aktuell läuft es für das Moerser Unternehmen gut. Der Blick geht auch im 20. Unternehmensjahr nach vorne. 2019 peilt ENNI dabei auch durch das Plus in den neuen Netzgebieten erstmals einen Umsatz von rund 200 Millionen Euro an und wird dabei rund 18 Millionen Euro am Niederrhein investieren. „Hierdurch stärken wir die heimische Wirtschaft, bei der wir Material und Dienstleistungen wie beispielsweise Tiefbauleistungen einkaufen.“ Bis 2023 sollen sogar über 100 Millionen Euro in die Region fließen. Hinzu kommen Millionen, die die Energietochter als Bauherr des Konzernverbundes für eine neue gemeinsame Verwaltung aller ENNI-Unternehmen in die Hand nehmen wird. Und auch in der selbst auferlegten Rolle des Treibers der Energiewende am Niederrhein will das Unternehmen weiter führend bleiben. Hier sieht Krämer niederrheinweit noch großes Potential, attraktive Projekte zu entwickeln. Vor allem der Photovoltaik räumt er große Chancen ein, da Anlagen im Zuge fallender Modulpreise mittlerweile auch ohne Förderung wirtschaftlich sind. „Konkret wird dabei der Solarpark in Moers-Vinn, den wir in  Kürze in Stadtnähe bauen werden“,  investiere das Unternehmen derzeit zudem in Moers und Neukirchen-Vluyn gleich in mehrere große Photovoltaik-Dachanlagen.

    Den Löwenanteil wird ENNI aber auch 2019 in die sichere Infrastruktur ihrer Netzgebiete investieren, eines der wichtigen Themen für den Erfolg der Energiewende. Hier wird das Unternehmen bis Dezember rund 13 Millionen Euro in die Hand nehmen. Fest geplant: „Wir erneuern in Moers und Neukirchen-Vluyn rund 22 Kilometer des Stromnetzes, auf einer Strecke von rund 16 Kilometern tauschen wir dabei störanfällige Freileitungen gegen Erdkabel aus. Das stärkt die Versorgungssicherheit ebenso, wie der Austausch von mehr als zwei Kilometern alter Gasleitungen und mehr als fünf Kilometern Wasser-netz.“ Auch in der Wärmeversorgung wird das Unternehmen aktiv bleiben. In Neukirchen-Vluyn macht ENNI das erst 2014 übernommene Wärmenetz weiter zukunftsfähig und schließt das sogenannte Wohnquartier 4 im Neubaugebiet Niederberg an das Netz an. Nicht zuletzt setzt ENNI weiter auch auf den gezielten Ausbau des Glasfasernetzes. Das ist mittlerweile über 70 Kilometer lang und soll in den kommenden fünf Jahren auf rund 100 Kilometer anwachsen. Um das Geschäftsfeld weiter zu stärken, verlegt das Unternehmen heute bei allen Tiefbaumaßnahmen zusätzlich Leerrohre und bietet Gewerbekunden Telekommunikationsdienstleistungen vom Internet bis zur Telefonie an. „Die stetig steigende Zahl an Großkunden zeigt uns, dass wir uns hier ein weiteres zukunftsfähiges Geschäftsfeld erschlossen haben.“

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