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    02.01.2018

    Millionen für Zukunftsthemen

    Aufsichtsrat bestätigt die Unternehmensstrategie

    Bezahlbar, sicher und umweltfreundlich – so soll die Energieversorgung von morgen sein. Die Zukunft der Energie- und Klimapolitik bleibt neben der Digitalisierung deswegen eines der ganz großen Themen in den Führungsetagen bundesdeutscher Stadtwerke. Die Unternehmen stecken im Zeitalter der Energiewende mitten im Umbruch. Viele Stromanbieter, vor allem die mit fossilem Kraftwerkspark, stehen unter enormem Kostendruck. Auch die ENNI Energie & Umwelt Niederrhein (ENNI) spürt das raue Klima, in einem unsicheren und zunehmend wettbewerbsintensiven Markt. In Moers gibt es aber Lichtblicke. Denn die vielen erfolgreichen Themen der letzten Jahre geben dem Unternehmen Spielraum für Zukunftsthemen. Der Aufsichtsrat und die Gesellschafter stehen voll hinter der Strategie des Unternehmens, die ihnen in den kommenden fünf Jahren rund 120 Millionen Euro in die Kassen spülen sollen. Geschäftsführer Stefan Krämer soll ENNI am Niederrhein weiter als einen der Treiber der Energiewende platzieren und dabei Kunden unterdurchschnittliche Preise und eine sichere Versorgung garantieren. So erhielt Krämer jetzt erneut grünes Licht für Millioneninvestitionen: „Die werden wir vor allem in unsere Netze stecken“, denkt Krämer dabei auch an den weiteren Ausbau von Telekommunikationsangeboten.

    Der Blick der ENNI geht nach den letzten Erfolgsjahren somit weiter nach vorne. Mit knapp 195 Millionen Euro plant das Unternehmen erneut einen Umsatzrekord und in den meisten Sparten Absatzrekorde. Dabei will ENNI rund 18 Millionen Euro in die Region investieren. und so auch die heimische Wirtschaft stärken. Bis 2022 sollen dies sogar rund 90 Millionen Euro sein. Ob weitere Großprojekte wie zuletzt die beiden Windparks auf Moerser Boden gelingen, steht aber in den Sternen. Fest steht: Das Unternehmen will mit neuen Projekten in der selbst ernannten Rolle des Treibers der Energiewende am Niederrhein führend bleiben. Der geplante Solarpark in Moers-Vinn ist dabei am weitesten gediehen. Hier will ENNI schon 2018 mit dem ersten Bauabschnitt ein neues regeneratives Leuchtturmprojekt in Stadtnähe platzieren. Den Löwenanteil wird ENNI 2018 aber in die sichere Netzinfrastruktur investieren, eines der wichtigen Themen für den Erfolg der Energiewende. Hier wird das Unternehmen 2018 rund 14 Millionen Euro in die Hand nehmen. Fest geplant: „Wir erneuern in Moers und Neukirchen-Vluyn rund 22 Kilometer des Stromnetzes, bei rund zehn davon tauschen wir störanfällige Freileitungen gegen Erdkabel aus. Damit wollen wir die Versorgungssicherheit ebenso weiter stärken, wie durch rund drei Kilometer neue Gasleitungen und mehr als vier Kilometer neues Wassernetz.“ Auch in der Wärmeversorgung wird das Unternehmen weiter investieren. „In Neukirchen-Vluyn arbeiten wir weiter daran, dass 2014 übernommene Wärmenetz auf dauerhaft zukunftsfähige Beinen zu stellen. Hier haben wir mit der Inbetriebnahme der neuen Heizzentrale auf Niederberg zuletzt einen wichtigen Eckpfeiler gesetzt.“

    Unverkennbar ist für ENNI aber, dass sich die Veränderungen auch in der Energiebranche beschleunigen. „Die Energiewelt wird immer grüner, dezentraler und digitaler. Darauf stellen wir uns ein und wollen innovative Geschäftsmodelle entwickeln“, denkt Krämer dabei vor allem an den weiteren Ausbau von Glasfasernetzen. Das ist mittlerweile über 70 Kilometer lang und soll in den kommenden fünf Jahren deutlich auf rund 300 Kilometer anwachsen. „Deswegen verlegen wir bei allen Tiefbaumaßnahmen zusätzlich Leerrohre“, sei das Unternehmen 2017 dabei für die ersten Kunden auch  zum Anbieter von Telefonie und Internet geworden. In den letzten zehn Jahren hatte ENNI hier lediglich Datenleitungen für große Kunden vermietet. Auch Kundenprozesse will ENNI weiter digitalisieren, ohne dabei den persönlichen Kontakt zu den Bürgern im Kundenzentren vor Ort zu verlieren. So gibt es nun ein Kundenportal und eine App, die mittlerweile mehr als 7000 Niederrheiner täglich nutzen. Zudem wird ENNI, wie es der Gesetzgeber vorschreibt, ab 2018 das Messstellenbetriebsgesetz umsetzen und dabei die ersten rund 6.500 Haushalte mit modernen, digitalen Zählern ausstatten. „Hier werden bis 2032 alle unsere Kunden digitale Zähler erhalten und so ein Teil der Energiewende.“

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