ENNI beseitigt Sturmschäden
„Norina“ zeigte sich von ihrer wilden Seite. Wie eine Furie fegte das Sturmtief mit dem schönen Namen über den Niederrhein hinweg und hinterließ dabei vielerorts ein Bild der Verwüstung. Auch der Energie Wasser Niederrhein (ENNI) bereitete das Unwetter jede Menge Arbeit: Bedingt durch den Sturm war am Montag in mehreren Bereichen von Moers und Neukirchen-Vluyn der Strom ausgefallen. Die ENNI zählte drei Mittel- und 22 Niederspannungsstörungen. Vor allem die Außenbezirke waren betroffen. Der Grund: umgestürzte Bäume und heruntergefallene Äste, die Freileitungen heruntergerissen hatten. Sogar einige Holzmasten waren gebrochen. „Am Montagmorgen hatten wir die Unwetterwarnung vom deutschen Wetterdienst erhalten und daraufhin alle Kollegen im Freileitungsbereich in Alarmbereitschaft versetzt. Deshalb konnten wir schnell reagieren“, erklärt der technische Bereichsleiter der ENNI, Dr. Kai Gerhard Steinbrich.
Kaum war Norina weiter gezogen, rückten die ENNI-Mitarbeiter schwer beladen aus. Rund 1000 Meter Kabel hatten sie aus dem Lager an der Wittfeldstraße geholt, um die Schäden zu beseitigen und die Stromversorgung wieder herzustellen. „Wir haben die Strecken mit isolierten Freileitungsseilen provisorisch repariert“, erklärt Steinbrich. Vielerorts war dies jedoch nicht sofort möglich, da die Feuerwehr erst den Weg frei räumen musste. Erst um 22 Uhr, zehn Stunden nach dem Sturm, konnten die Kollegen wieder durchatmen.
Für den Strombereich der ENNI ist das Unwetter noch lange nicht vergessen. In den kommenden Tagen wird die komplette Abteilung damit beschäftigt sein, gebrochene Masten und die Provisorien wieder durch normale Leitungen zu ersetzen. Steinbrich: „Das war wirklich ein heftiger Sturm, wie er zum Glück nicht so häufig vorkommt.“

