Freitag, 18.05.2012
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Nimmermüder Triathlet schwamm 50 Kilometer

25-Stunden-Schwimmen war wieder ein voller Erfolg

Es war wieder das erhoffte Spektakel. Ein tolles Event mit viel Spaß und großartigen Leistungen. Das 3. Moerser 25-Stunden-Schwimmen, das die ENNI Sport & Bäder (ENNI) am vergangenen Wochenende gemeinsam mit den Moerser Schwimmvereinen veranstaltet hat, kann eine beeindruckende Bilanz aufweisen: Die 265 Teilnehmer schwammen insgesamt 1380 Kilometer, Gesamtsieger Meik Weidemann steuerte zu dieser Zahl sage und schreibe 50 Kilometer bei. Durchschnittlich legte jeder Starter eine Strecke von rund 5,2 Kilometern zurück. Und das für einen guten Zweck. Denn die rund 1870 Euro Reinerlös kommen der Hilda-Heinemann-Schule zu Gute, die das Geld für ein Sportprojekt nutzen will. Für die Schule gingen 27 Schüler auf der erstmals eingerichteten paralympischen Bahn an den Start und legten tolle 93 Kilometer zurück. Dafür gab es bei der Siegerehrung einen Sonderapplaus. „Das 25-Stunden-Schwimmen ist eine sehr schöne Veranstaltung, und es ist toll, dass alle Moerser Schwimmvereine und die ENNI sie gemeinsam organisieren“, sagte Stadtsportvereinsvorsitzender Christoph Fleischhauer, der sich auch von den sportlichen Leistungen beeindruckt zeigte: 1380 Kilometer – das entspricht ungefähr der Strecke von Moers bis Istrien/Kroatien.“

Die Stimmung während der 25-stündigen Veranstaltung im Traglufthallenbad im ENNI-Solimare war geprägt vom sportlichen Ehrgeiz der Teilnehmer. So gab mancher Schwimmer seine Zählkarte erst kurz vor dem Abpfiff ab, um bis zuletzt auf die Konkurrenz reagieren zu können. Die Siegerehrung übernahmen die stellvertretende Bürgermeisterin Erika Scholten, ENNI-Sport-Geschäftsführer Dirk Hohensträter und Dieter Schibgilla (Schwimmabteilung des MTV), die den Pokal des Gesamtsiegers an Meik Weidemann überreichten. Der überragende Teilnehmer schwamm sagenhafte 50 Kilometer und überbot den Rekord aus dem Vorjahr deutlich um 5000 Meter. „Eigentlich hatte ich mir nur vorgenommen, mehr als 20 Kilometer zu schwimmen. Aber dann lief es so gut, dass ich mir immer wieder neue Ziele gesteckt habe“, erzählt der 36-jährige Moerser, der als Triathlet beim ASV Duisburg aktiv ist. Beim 25-Stunden-Schwimmen in seiner Heimathalle war er rund 20 Stunden im Wasser und gab anschließend unumwunden zu: „Jetzt tun mir alle Knochen weh.“ 

Den zweiten Platz belegte wie im Vorjahr Detlef Eisenblätter (Jahrgang 1958), der seine Strecke von 24.600 Metern auf 45.600 fast verdoppelte. Thomas Pesch (Jahrgang 1967) schwamm mit 30.400 Metern auf Platz drei. Pokale verdienten sich außerdem Judith Siebel (Frauen), Lukas Gondermann (U18), Sina Müntjes (U18), Louis-Lenn Schultz (U14), Katrin Berszuck (U14) sowie Michaela Böttcher und Sebastian Kübelstein (beide paralympische Bahn). 

Die älteste Teilnehmerin des 25-Stunden-Schwimmens war Anneliese Loerch (Jahrgang 1936). Die jüngste Teilnehmerin war die siebenjährige Emma Eichholz. Außerdem überreichten Hohensträter und Scholten Goldmedaillen für fünf geschwommene Kilometer, Silber- (drei Kilometer) und Bronzemedaillen (ein Kilometer). Medaillen gab es auch für die ersten drei Mannschaften und die besten Familien. Bei den Familien belegte Familie Look-Bovers mit 33.000 Metern Platz eins. Bei den achtköpfigen Mannschaften schwamm die Werksfeuerwehr Solvay mit mehr als 100 Kilometern Gesamtstrecke allen davon.