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ENNI Energie & Umwelt Niederrhein
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Tolle Bilanz
ENNI-Energietochter bleibt weiter auf Wachstumskurs
Die unter Finanznot leidenden Kommunen Moers und Neukirchen-Vluyn wird es freuen: Auch die neue ENNI Energie & Umwelt Niederrhein (ENNI) wird ihnen Millionenbeträge in die Stadtkassen spülen. Für das soeben abgeschlossene Geschäftsjahr 2011 verkündete Geschäftsführer Stefan Krämer sogar den zweithöchsten Bilanzgewinn seit Unternehmensgründung. Hier würden laut Krämer vor allem die sich gut entwickelnden neuen Geschäftsfelder und die Aktivitäten in neuen Vertriebsgebieten wirken. Ein erneutes Rekordergebnis hat das Unternehmen durch die ungewöhnlich warme Witterung nur knapp verfehlt: „Das Energiegeschäft allein hätte uns die Bilanz verhagelt“, blickte Krämer dabei auf deutliche Absatzrückgänge beim Gas- und Wärmevertrieb in Moers und Neukirchen-Vluyn. In Summe habe das Unternehmen die Finanzkrise und die neuen Herausforderungen der Energiewende aber gemeistert. Dies sei mit Blick auf die Branche keine selbstverständliche Nachricht. Besonders erfreulich bewertete Krämer die zahlreichen regenerativen Projekte und die Einführung der Dachmarke ENNI als dem absoluten Höhepunkt des Geschäftsjahres: „Die Praxis bestätigt, dass wir als breit aufgestellte Unternehmensgruppe einen echten Wettbewerbsvorteil genießen. Kunden schätzen offensichtlich die zahlreichen Ver- und Entsorgungsdienstleistungen sowie Freizeitangebote aus einer Hand.“
So entwickelt sich die Energietochter der jungen ENNI-Gruppe auch unter neuem Namen weiter positiv und schließt das Geschäftsjahr 2011 mit einem deutlich über dem Wirtschaftsplan liegenden Ergebnis von rund neun Millionen Euro ab. Der Umsatz erreichte mit nun 154 Millionen Euro sogar eine Bestmarke. Die anhaltend hohen Marktanteile zeigen dem Unternehmen, dass ihm die Balance zwischen günstiger, sicherer Versorgung und attraktiver Rendite erneut gelungen ist. Neben den Kunden profitieren in erster Linie die kommunalen Gesellschafter, die ENNI Stadt & Service und die Stadt Neukirchen-Vluyn. Die erhielten über Konzessionsabgaben für Wegerechte, Gewerbesteuern und den Bilanzgewinn mehr als 17 Millionen Euro. Gleichzeitig investierte ENNI 2011 rund zwölf Millionen Euro in die sichere Versorgung und beschaffte am gesamten Niederrhein Waren und Dienstleistungen für rund 14 Millionen Euro. Das sicherte direkt bei ENNI 209 Arbeitsplätze, nach Jahren der Konsolidierung erstmals wieder zwei mehr als noch im Vorjahr. Auch für die Region ist ENNI so ein wichtiger Impulsgeber. Der Beschäftigungseffekt beträgt am Niederrhein zusätzlich rund 235 Arbeitsplätze.
Im Energiegeschäft verzeichnete ENNI eine enorme Kundentreue, mit deutlich über dem Branchendurchschnitt liegenden Marktanteilen. „Dies ist das Ergebnis unserer attraktiven Preispolitik und der Kombination innovativer Produkte mit den vor Ort angebotenen Services“, ist Krämer überzeugt. So haben sich mittlerweile rund 50 Prozent aller Moerser und Neukirchen-Vluyner Haushalte beim Strom und Gas mehrjährig an ENNI gebunden und sich dabei mit Festpreisprodukten vor dem Auf und Ab des Energiemarktes geschützt. Bei aller Freude: 2011 zeigte, wie stark das Energiegeschäft der Witterung unterliegt. Das wärmste Jahr der Unternehmensgeschichte drückte den Wärmeabsatz 15 Prozent, den Gasabsatz sogar um satte 19 Prozent unter das Vorjahresniveau. So fühlt sich Krämer in seiner Strategie bestätigt, frühzeitig auf neue Aktivitäten in und außerhalb von Moers gesetzt zu haben. Die Erfolge am Niederrhein hellten die Bilanz daher auf. Das Privatkundengeschäft hat sich dabei auch durch die Vertriebspartnerschaft mit der Volksbank Niederrhein gut entwickelt. Die größten Sprünge gelangen jedoch im Großkundensegment. „Beim Gas konnte unser Vertrieb 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen, beim Strom waren es beachtliche 72 Prozent“, verweist Krämer auf deutlich gestiegene Absatzzahlen. Die Wasserabgabe der ENNI folgte dem Trend der Vorjahre und entwickelte sich in Moers und Neukirchen-Vluyn mit nun rund sieben Millionen Kubikmetern weiter leicht rückläufig. Hier kann ENNI mit einer Lieferung an das Kommunale Wasserwerk KWW nach Rheinberg seit Jahresbeginn das Geschäft ausbauen. Überaus erfreulich entwickelten sich das Dienstleistungsgeschäft und die mittlerweile zahlreichen Unternehmensbeteiligungen. Diese sind heute wichtige Standbeine, welche 2011 bereits über 20 Prozent zum Ergebnis beitrugen.
In die Rolle des Dienstleisters schlüpft ENNI daher gerne. Für die ENNI-Gruppe übernimmt das Unternehmen so heute zahlreiche kaufmännische Funktionen. Mit dem Schritt zur gemeinsamen Dachmarke im Mai 2011 verantwortet die Energietochter neben den bisherigen Aufgaben wie Controlling, Rechnungswesen oder Kommunikation nun auch den Vertrieb der gesamten Produktpalette. Das bringt direkte Kundenvorteile, auch durch das nun gemeinsame, zentral in der Innenstadt gelegene Kundenzentrum. Die jüngste Studie des Marktforschungsinstituts Promit belegt: Die Bündelung zahlreicher Dienstleistungen aus einer Hand kommt gut an. „Gerade bei Zufriedenheitswerten konnten wir deutlich zulegen“, freut sich Stefan Krämer, dass der Kooperationsgedanke so schnell fruchtet. Und auch mit einem weiteren Partner läuft es gut, den Stadtwerken Dinslaken. Beide Unternehmen setzen mittlerweile wechselseitig auf ihre Stärken. Für das Unternehmen von der anderen Rheinseite übernimmt ENNI seit 2011 den Energieeinkauf und die Vertriebssteuerung mit Marketing.
Erfreulich entwickeln sich für ENNI weiter die bereits zahlreichen Unternehmensbeteiligungen. Als einen Schwerpunkt investiert Krämer dabei seit 2005 in die eigene Stromproduktion und hier auch 2011 intensiv in regenerative Erzeugungsprojekte. Das passt in die Markenphilosophie und stärkt das Profil als umweltbewusst agierendes Unternehmen. Zudem macht diese Strategie für die Zukunft unabhängiger vom Markt und dessen Entwicklung. Fest definiert ist dabei auch der Ausstieg aus der Kernenergie und den fossilen Kraftwerksbeteiligungen, die das Unternehmen im Rahmen der neuen Nachhaltigkeitsstrategie für das Jahr 2035 anstrebt. Die diesbezüglichen Investitionen sind vielschichtig. Besonders stark hat sich ENNI in der Stromgewinnung aus Sonnenenergie, der sogenannten Fotovoltaik, engagiert. Hier sieht das Unternehmen einen echten Wachstumsmarkt und konnte selbst allein 2011 sechs neue Anlagen errichten. Die produzieren jährlich annähernd 900.000 Kilowattstunden Strom und sparen gleichzeitig über 600 Tonnen CO2 ein. In Summe ist das diesbezügliche grüne Erzeugungsportfolio bis Ende 2011 auf rund zwei Megawatt angestiegen. „Damit setzen wir Zeichen und können rund 400 Haushalte mit Sonnenstrom beliefern“, so Stefan Krämer.
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