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Partner gründen grüne Projektgesellschaft
Windkraft im Kohlenhuck als Zeichen der Energiewende vor Ort
Die Chancen zum Bau von Groß-Windanlagen im Moerser Norden sind weiter gestiegen. Vor wenigen Tagen gründete die ENNI Energie & Umwelt Niederrhein (ENNI) gemeinsam mit der RAG Montan Immobilien (RMI) und der Mingas-Power (Mingas), ein Gemeinschaftsunternehmen von STEAG und RWE, nun die ENNI RMI Windpark Kohlenhuck Projektgesellschaft. Die soll die Entscheidung zum Bau des grünen Leuchtturmprojektes im Kohlenhuck vorbereiten, durch das dort fünf Windenergieanlagen mit einer Leistung von insgesamt 16 Megawatt entstehen sollen. Ob ab 2014 hier tatsächlich reiner Ökostrom für rund 12000 Haushalte produziert wird, hängt nun vom weiteren Genehmigungsverfahren und der technischen und wirtschaftlichen Umsetzbarkeit des Windparks ab. Läuft alles nach Plan, sollen die Gremien schon im Spätsommer über den Bau des Windparks entscheiden. Dann soll auch die Genehmigung des kurz nach der notariellen Gesellschaftsbeurkundung bereits eingereichten Bauantrages durch den Kreis Wesel vorliegen. Für ENNI-Geschäftsführer Stefan Krämer, der neben Andreas Minke (Mingas) und Theo Schlüter (RMI) einer der drei Gesellschaftervertreter ist, stehen die Zeichen für das grüne Vorzeigeprojekt nicht schlecht: „Da die Umweltverträglichkeitsprüfung positiv verlief und hier Interessen von Politik und Anwohnern gewahrt sind, hoffen wir, bald den ersten Windstrom vor unserer Haustüre zu erzeugen und für Moers über viele Jahre hinweg nennenswerte Gewinne und Gewerbesteuern erwirtschaften zu können.“
Bereits seit Monaten arbeiten die drei Partner intensiv an dem Zukunftsprojekt. „Hier an dem an der Autobahn 57 gelegenen Gebiet auf und vor der Halde Kohlenhuck passen wie kaum an einem anderen Standort am Niederrhein die prognostizierte durchschnittliche Windgeschwindigkeit und der Abstand zur Wohnbebauung zusammen“, ist sich Andreas Minke, auch aus seiner Erfahrung aus einem bereits auf der Halde Scholven in Gelsenkirchen umgesetzten Windpark sicher. „Zudem ist der Umweltschutz gewahrt und die Wirtschaftlichkeit durch den möglichen Bau von mehre-ren Windmühlen realistisch.“ Für das Projekt spräche auch, dass durch die Kooperation von ENNI, RMI und Mingas das Projekt auch politisch konsensfähig sei. „Wir können das Vorfeld der Halde und auch das Haldenplateau als Standorte für die Windräder nutzen. Die jetzige Fläche reicht somit aus, Windräder und zukünftig möglicherweise auch ein GI-Industriegebiet anzusiedeln“, freut sich Theo Schlüter, mit dem neuen Modell den meisten Interessen vor Ort gerecht werden zu können.
Das Projekt geht nun in die entscheidende Phase. Die Potentialstudie wird schon bald zeigen, ob die Windräder mit ihrer Nabenhöhe von immerhin 130 Metern zum weit sichtbaren Wahrzeichen der Energiewende in der Region werden. Bis dahin wird es aber in jedem Fall noch dauern. „Erst wenn alle Signale positiv sind, können wir die Anlagen bestellen“, macht Krämer klar. Bei einer Lieferzeit von bis zu einem Jahr könnte die rund sechsmonatige Bauphase somit frühestens im Herbst 2013 starten. Die Aufgaben der kom-menden Monate sind klar verteilt. ENNI übernimmt die kaufmännische Betriebsführung, die Mingas die technische Steuerung des Projektes und RMI die Aufgaben rund um die Flächen. Die Geschäftsführer der ENNI RAG Montan Immobilien Windpark Kohlenhuck Projektgesellschaft sind Ulrich Porath (RMI), Gerd Wagner (Mingas Power) und Uwe Bruckschen, der Leiter der Unternehmensentwicklung der ENNI.
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