Sonntag, 22.07.2018

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Bereits jeder Zweite kauft ein E-Bike

Einmal kam ein Mann in die Räder-Ecke in Rheinberg und zeigte sich begeistert von einem Mountainbike mit elektrischer Trittunterstützung. Anton Schmitz, Inhaber des Fahrradhandels, gewährte ihm eine Probefahrt auf dem Pedelec. Erst nach eineinhalb Stunden kam der Mann zurück. "Ich habe Blut und Wasser geschwitzt", erzählt Schmitz. "Schließlich war da ein Geldwert von 3000 Euro unterwegs und ich hatte als Pfand nur den Autoschlüssel zu dem alten Geländewagen des Mannes." Es stellte sich heraus, dass der Mittfünfziger mehrere Herzoperationen hinter sich hatte und seit acht Jahren kein Fahrrad mehr gefahren war. Zu gefährlich - sagten die Ärzte. Der Mann kaufte das Mountainbike. 

Viele Kunden der Räder-Ecke sind durch Alter oder Krankheit in ihrer Mobilität eingeschränkt und kaufen deswegen Fahrräder, die ihre Bewegungseinschränkungen ausgleichen. Anton Schmitz, der seit 2006 das Fahrrad-Fachgeschäft an der Bahnhofstraße leitet, bringt die Vorteile von E-Bikes und Pedelecs auf die Formel "mehr Bewegung, mehr Freizeit, mehr Spaß". Schließlich sei Bewegungstherapie gut für die Gesundheit. Er selbst fährt auch ein Pedelec, weil er ein kaputtes Knie hat. Schmitz ist seit fast 40 Jahren im Fahrradgeschäft. Seit 1994 ist er selbstständig. Der 58-Jährige betreibt auch noch Fahrradläden in Kervenheim und Weeze. Seine beiden Söhne Georg (25) und Christoph (21) steigen schon jetzt mit ein ins Geschäft und werden seine Läden irgendwann übernehmen.

Das Pedelec hat längst das Image des Seniorenvehikels abgelegt. Längst entscheiden sich auch Jüngere für motorbetriebene Fahrräder. "Junge Leute nutzen Mountainbikes, um in den Bergen sportlich unterwegs zu sein", sagt Schmitz. Und Radfahrer, die viele Kilometer zurücklegen, erhöhen durch ein Pedelec noch einmal ihren Radius. Manch ein Tachostand zeige bei der ersten Inspektion nach acht bis zehn Wochen schon 500 gefahrene Kilometer an. Für kurze Strecken ersetze das Pedelec bisweilen sogar einen Zweitwagen.

Schmitz hat einen Kunden, der damit täglich knapp dreißig Kilometer bis zu seiner Arbeitsstelle pendelt. Seine Frau nutzt jetzt das Auto mit dem Familiennachwuchs. Preislich kann man für ein neues Pedelec locker einen gebrauchten Kleinwagen erwerben. Das günstigste Rad kostet knapp 1000 Euro, das teuerste bis zu 6000 Euro. Doch noch habe das Pedelec das Auto nicht abgelöst, sagt Schmitz. Im Augenblick liege der Anteil der verkauften E-Bikes und Pedelecs bei etwa 50 Prozent. Der Trend weise ganz klar in Richtung E-Bike - wegen der größeren Mobilität, der größeren Reichweite und der größeren Sicherheit, erklärt Schmitz. Das bestätigt auch Jean-Pierre van Aerde, ADFC-Sprecher der Ortsgruppe Xanten-Alpen-Sonsbeck und Bike-Guide der Tourist-Information Xanten. Er sagt, dass sich der Anteil der Radler mit Pedelecs jedes Jahr verdoppelt. 80 Prozent der Leute, die bei seinen Fahrradtouren mitführen, seien mit Pedelecs unterwegs. Davon sei die Mehrheit im Rentenalter. Auch nach seiner Erfahrung fahren jedoch immer mehr jüngere mit dem Pedelec zu Arbeit. Jetzt müsse man sich darum kümmern, die Radwege immer weiter auszubauen.

Franziska Hein

Elektrofahrräder erfreuen sich bei Radlern jeden Alters wachsender Beliebtheit. Kein Wunder, ist bei ihnen doch der Rückenwind eingebaut. Umweltfreundlich, schnell und ohne Schwitzen ans Ziel - das unterstützt auch die ENNI. Sie bietet Kunden, die sich ein E-Bike zulegen möchten, eine Förderung an. Mit der steigenden Anzahl an E-Bikes schießen auch die Ladestationen wie Pilze aus dem Boden. Allein in Moers gibt es dutzende Standorte. Auch die ENNI ist mit zwei Stationen vertreten: Am Bettenkamper Meer und am ENNI Sportpark Rheinkamp bekommen Sie frischen Rückenwind für Ihr E-Bike.