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Frost erschwert Arbeiten auf den Friedhöfen
Friedhofsgärtner der ENNI nutzen Flämmer und heißes Wasser
Der Frost hat den Niederrhein fest im Griff und macht auch vor den Moerser Friedhöfen nicht Halt. Hier leiden die Pflegearbeiten unter den strengen Minustemperaturen, steht das Team um Friedhofsmeister Karl-Heinz Koelen vor eisigen Problemen: „Im Moment können wir nur Strauch- und Baumschnitt ausführen. Diese Arbeiten müssen bis Ende des Monats erledigt sein, weil danach der Vogelschutz beginnt. Erdarbeiten an den Beeten sind derzeit schlichtweg unmöglich“, bittet Koelen um Verständnis dafür, dass sich die zehn Moerser Friedhöfe, die die ENNI Stadt & Service für die Stadt Moers verwaltet, noch in ihrem Wintergewand präsentieren.
Der Frost schlägt in diesen Tagen so außergewöhnlich hart zu, dass es auf den Moerser Friedhöfen sogar zu Behinderungen bei den Vorbereitungen für Beerdigungen kommt. „Der Frost stellt uns beim Aushub der Gräber zum Teil vor große Probleme. Gerade auf den Friedhöfen Lohmannsheide und in Schwafheim, wo wir einen Sandboden haben, ist die Frostschicht schon etwa 40 Zentimeter dick“, erklärt Friedhofsmeister Karl-Heinz Koelen, dessen Mitarbeiter nun täglich zum Gas-Flämmer greifen, um den Frost schichtweise aufzutauen. In manchen deutschen Städten wurden Urnenbeisetzungen bereits auf unbestimmte Zeit verschoben, werden nur noch Erdbestattungen durchgeführt. „So weit ist es bei uns noch nicht. Wenn der Frost jedoch noch lange anhält, müssen wir den Boden bald sogar mit einem Presslufthammer aufstemmen.“
Auf den zehn Moerser Friedhöfen finden pro Jahr etwa 1000 Beerdigungen statt. „Im Moment liegen wir mit mehr als 21 Bestattungen pro Woche über dem Durchschnitt“, erklärt Koelen, der schon vor Beginn der strengen Frostperiode Maßnahmen ergriffen hat. „Wir haben die Reihengräber frühzeitig mit Mulch abgedeckt. Darunter friert der Boden kaum an“, erklärt Koelen. Anders sei es bei den Wahlgräbern, die kurzfristig benötigt werden. „Hier tauen wir die Erde mit heißem Wasser oder dem Flämmer an und können dann schichtweise immer zwei bis drei Zentimeter Erde mit dem Spaten abtragen. Eine mühsame Tätigkeit, bei der auch schweres Gerät nicht helfen kann“, erklärt Koelen. „Der Bagger kommt erst zum Einsatz, wenn er unter den Frost greifen kann.“
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